Der Vorsorgeatlas Deutschland

 

Union Investment hat in enger Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg Erhebungen durchgeführt, die die aktuelle Situation der Altersvorsorge in Deutschland widerspiegeln. Dabei wurden sowohl die Bezüge berücksichtigt, die die Menschen aus der gesetzlichen Altersvorsorge erhalten, als auch die, die über betriebliche Vorsorgepläne sowie aus privaten Verträgen zu erwarten sind. Entstanden ist interessantes Kartenmaterial, das sich unter den verschiedensten Gesichtspunkten auswerten lässt.

 

Bei der Versorgung aus der gesetzlichen Rentenversicherung kann man beispielsweise zusätzlich die Filter Altern, Einkommen und Geschlecht setzen. Der bundesweite Durchschnitt weist hier zu erwartende monatliche Bezüge von 984 Euro aus. Schaut man sich die Karte genauer an, stellt man jedoch fest, dass vor allem die fünf östlichen Bundesländer hier besonders schlecht abschneiden. Hier geht man statistisch von einer Versorgung im Rentenalter von 820 Euro und weniger pro Kopf und Monat aus.

 

Bei der berufsständischen Versorgung zeigt sich ein sehr differenziertes Bild. Hier sind es vor allem Sachsen, Sachsen- Anhalt und Teile des Ruhrpotts, bei denen die größten Defizite aufgezeigt werden. Besonders gut schneiden hier das südöstliche Bayern, die südwestlichen Teile von Baden- Württemberg sowie die Regionen zwischen Hamburg und Bremen ab. Hier dürfen sich die Menschen auf Alterbezüge von 2.400 Euro und mehr freuen.

 

Auch bei den staatlich geförderten Produkten wie der Riester Rente zeigt sich ein deutliches Gefälle von Süden nach Norden. Die komplette Nordhälfte Deutschlands mit Ausnahme eines Streifens von Hamburg bis Nürnberg ist unterversorgt. Die durchschnittlichen Bezüge aus der Riesterrente liegen bei weniger als 300 Euro pro Monat.

 Egal welche Art der Altersbezüge man auch aufruft und nach welchen Kriterien man filtern lässt, es zeigt sich immer ein Gefälle von Süden nach Norden und von Westen nach Osten. Die künftigen Rentner in Baden- Württemberg und Bayern sind in jeder Hinsicht am besten versorgt. Das gilt auch für die Versorgung, die sich nicht auf finanziellen monatlichen Bezügen begründet, sondern aus dem im Laufe der Zeit angeschafften Immobilienvermögen beruht. Hier zeigt sich in den genannten besonders gut versorgten Bereichen lediglich eine kleine Abweichung in der Region Stuttgart.