Das Festgeldkonto

Das Festgeld ist eine Form des Termingelds. Dabei eröffnet der Kunde sein Konto entweder vor Ort in der Bank oder über das Internet. Er schließt mit der Bank einen Vertrag, in der die Anlagesumme, die Anlagezeit und der gewährte Zinssatz festgeschrieben sind. Die Mindestanlage kann bei den einzelnen Kreditinstituten variieren. Oft liegt sie bei 5.000 Euro, jedoch bieten Banken mitunter auch eine Mindestanlagesumme von 2.500 Euro an. Die gängigsten Festgeldmodelle haben eine Anlagedauer von einem, zwei, drei, sechs oder zwölf Monaten. Einzelne Banken haben aber auch Festgeldkonten mit einer Anlagezeit von bis zu vier Jahren im Angebot. Die Zinsen werden am Ende der Anlagedauer fällig. Auf Wunsch kann nach Ablauf der Anlagedauer das Festgeld verlängert werden, dabei kann der Kunde sowohl die Dauer als auch die Anlagesumme nach Belieben verändern. Während der laufenden Anlagezeit ist das nicht mehr möglich.


Kosten und Flexibilität

Die Eröffnung eines Festgeldkontos ist in der Regel kostenlos, auch Kontoführungsgebühren fallen nicht an. Damit gehört das Festgeldkonto zu den günstigsten Möglichkeiten der Geldanlage. Wie es der Name schon sagt, wird das angelegte Kapital für die vereinbarte Dauer fest gebunden. Einen flexiblen und kurzfristigen Zugriff gibt es nicht. Daher empfiehlt es sich, nur das Geld als Festgeld anzulegen, welches über den gesamten Zeitrum nicht benötigt wird.


Rendite

Der Vorteil des Festgeldes gegenüber anderen Anlagemöglichkeiten liegt in der finanziellen Planungssicherheit. Der Kunde weiß vorher genau, wie viel Geld er investiert und wie viel er am Ende ausgezahlt bekommt. Denn der Zinssatz wird für den gesamten Anlagezeitraum festgeschrieben. Die Zinsen für das Festgeld liegen in der Regel über denen eines Girokontos. Die Höhe des Zinssatzes wird bedingt durch die Höhe der Spareinlage sowie durch die Dauer der Laufzeit.


Als Faustregel gilt, dass die Zinsen bei höherer Spareinlage und bei längerer Anlagedauer steigen. Diese Komponenten kann der Kunde im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten selbst beeinflussen.

Nicht beeinflussen kann er dagegen das aktuelle Zinsniveau der Kapitalmärkte. Ist dieser Marktzins auf einem niedrigen Niveau, so wird auch die Anlage in Festgeld nur mit niedrigen Zinsen belohnt. Hier ist es möglicherweise sinnvoll, die Anlagezeit kürzer anzusetzen, um auf einen steigenden Marktzins zu hoffen.


Wer auf einen möglichst hohen Zinssatz Wert legt, sollte sich vorwiegend bei Direktbanken Angebote einholen. Diese können aufgrund des fehlenden Filialnetzes meist bessere Konditionen bieten. Um die bestmögliche Rendite zu erzielen, sollte man vor dem Abschluss verschiedene Angebote einholen. Sehr nützlich ist hier ein Zinsrechner im Internet, der die aktuellen Konditionen verschiedener Banken direkt miteinander vergleicht. Meist bieten diese Zinsrechner durch die optionale Eingabe der gewünschten Sparsumme sowie der Anlagezeit sehr individuelle und zuverlässige Ergebnisse.

Sicherheit und Risiken

Das Festgeld gilt als sichere Geldanlage. Sowohl das eingezahlte Guthaben als auch die Rendite sind garantiert. Zinsschwankungen am Finanzmarkt sind für diese Geldanlage nicht von Bedeutung. Kunden, die sehr viel Geld anlegen wollen, sollten darauf achten, dass ihr Kreditinstitut in den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken einzahlt. So sind die eigenen Sparguthaben in der Regel bestens abgesichert. Bei ausländischen Banken ist die Sicherung gegen eine Bankenpleite meist weniger hoch. Bevor man dort große Summen anlegt, sollte man sich über die maximale Einlagensicherung der Bank informieren.


Beachtenswertes

Wer Festgeld anlegt, muss sich darüber im Klaren sein, dass das Geld für die gesamte Anlagedauer nicht verfügbar ist. Dem entsprechend sollte nur Geld angelegt werden, was aktuell nicht benötigt wird. Gegebenenfalls empfiehlt es sich, eine kürzere Anlagedauer zu wählen, um etwaige Ausgaben mit dem auslaufenden Festgeldkonto auffangen zu können.

Wer sein Geld nur für eine recht kurze Zeit, etwa für einen oder zwei Monate, anlegen möchte, sollte prüfen, ob das Tagesgeld nicht die bessere Alternative wäre. Zwar sind hier Zinsschwankungen nicht auszuschließen, doch mitunter sind beim Tagesgeld gerade kurzfristig bessere Renditen zu erzielen.
Bei Vertragsabschluss sollte genau geprüft werden, wie sich das Vertragsverhältnis mit dem Ende der Laufzeit ändert. Mitunter finden sich im Kleingedruckten Klauseln, die eine automatische Prolongation des Vertrages vorsehen. Um nicht Gefahr zu laufen, nach dem Ende der Laufzeit kein Geld ausgezahlt zu bekommen, sollte man sich rechtzeitig vor dem Ende der Anlagedauer bei seiner Bank melden und die weitere Verwendung der Sparsumme samt Zinsen klären.


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