Versicherungen
Die Immobilie als Altersvorsorge
Die Altersvorsorge kann heute nicht mehr der gesetzlichen Rentenversicherung allein überlassen werden. Eigenleistung ist gefragt. Man kann für das Alter ansparen, um die Rente aufzubessern. Man kann aber auch die Aufwendungen im Alter reduzieren - ein wesentlicher Punkt ist die Miete.
Je nach Einkommenslage und Bedürfnissen gibt Otto Normalverbraucher zwischen 1/3 und 1/2 des Einkommens für Miete aus. Das ist ein dicker Brocken, der gerade im Alter, wenn die Einkünfte aller Voraussicht nach geringer sein werden, um so mehr drückt. Da lohnt es sich, darüber nachzudenken, wie diese Belastung verringert werden kann. Eine der Möglichkeiten ist das Wohneigentum. Wenn die Immobilienkredite bei Rentenbeginn getilgt sind, hat man nur noch die wesentlich niedrigeren laufenden Aufwendungen für das Eigenheim.
Doch sollte man dies bereits beim Erwerb der Immobilie berücksichtigen. Sie muss auch altersgerecht sein. Dazu zählt das Wohnen möglichst ohne Treppen auf einer Ebene. Auch braucht man nicht mehr so viel Raum, der ja geputzt werden muss. Daher ist darauf zu achten, dass der nicht benötigte Wohnraum auch vermietbar ist. Dies ist im Alter dann eine zusätzliche Einnahmequelle. Eine andere Möglichkeit ist, die bis zum Renteneintritt finanzierte Immobilie gegen eine andere altersgerechte einzutauschen. So könnte auch ein Wohnortwechsel, der oft bei Renteneintritt diskutiert wird, realisiert werden.
Zum Finanzierung sollte nicht nur das übliche Bank- oder Immobiliendarlehen in Betracht gezogen werden. Besonders in Betracht kommen Versicherungsprodukte, die zwar primär den Lebensunterhalt im Alter sichern sollen, aber auch bei der Immobilienfinanzierung eingesetzt werden können. In erster Linie ist dies die so genannte Riester-Rente. Wer "riestert", kann das angesparte Kapital ganz oder teilweise auch für den Immobilienerwerb einsetzen. Die Rürup-Rente ist dagegen nicht geeignet, da sie keine Kapitalauszahlung vorsieht.
Auch jede normale Lebensversicherung mit Kapitalwahlrecht ist dazu geeignet. Man muss dabei nicht unbedingt bis zur Auszahlung warten, sondern kann das angesparte Kapital auch in der Form eines Versicherungsdarlehens schon vorzeitig zum Immobilienerwerb einsetzen. Wer daran denkt, sollte dies allerdings schon beim Vertragsabschluss abklären. Auch die Konditionen der Versicherer sollten geprüft werden.
In Zeiten guter Einkommenslage ist auch an einen Bausparvertrag zu denken. Gegebenenfalls wird das Ansparen durch vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers oder durch eine Wohnungsbauprämie erleichtert. Er ist darüber hinaus recht flexibel und bietet, wenn die entsprechende Variante gewählt wird, sehr günstige Zinsen. Bei Zuteilung kann die Bausparsumme nicht nur zur Finanzierung selbst, sondern auch zur Sondertilgung von Darlehen oder für anfallende größere Instandsetzungen benutzt werden.