Versicherungen
Eine Solaranlage als Altersvorsorge
Bei dem Stichwort Altersvorsorge denken die meisten Menschen zuerst an die verschiedensten Versicherungen. Auf Platz 2 rangieren das eigene Häuschen und die Eigentumswohnung, weil man bei beiden bei einer guten Finanzierung später die Miete sparen kann. Dass auch eine Solaranlage eine gute Altersvorsorge und lukrative Geldanlage sein kann, dass ist bisher leider nur in den Köpfen von wenigen Menschen angekommen.
Lässt man sich mit den noch möglichen staatlichen und europäischen Förderungen eine solarthermische Anlage aufs Dach bauen, kann man seine Heizkosten sehr deutlich reduzieren. Die meisten dieser Anlagen spielen bereits innerhalb des ersten Jahrzehnts die Investitionskosten ein, die man beispielsweise über einen zinsverbilligten Förderkredit finanzieren lassen kann. Von fast allen Herstellern wird heute auf die Module eine Garantie von zwanzig Jahren und mehr gegeben. Das heißt, man kann aus mehr als der Hälfte der nominellen Nutzungsdauer eine Rendite erzielen.
Eine noch bessere Altersvorsorge sind die Photovoltaik Anlagen. Hier sind die Garantie- und Nutzungszeiträume ähnlich. Das bedeutet, dass man bei einer optimalen Planung des Bautermins sicher stellen kann, dass der für die Anschaffung und den Aufbau notwendige Kredit bei Renteneintritt vollständig abbezahlt ist. Aus dem ins öffentliche Netz eingespeisten Strom lassen sich dann Einnahmen erzielen. Zwar wird die Differenz der Entgelte für solar erzeugten Strom und den entnommenen Strommix immer geringer, aber es ist davon auszugehen, dass Solarstrom auch künftig noch teurer als der aus Kohle, Erdgas und Kernkraftwerken gewonnene Strom ist.
Je nach Größe der nutzbaren Flächen und Kapazität der verwendeten Module lassen sich hier noch monatliche Einnahmen von mehrere Hundert Euro erzielen. Bei dem Gedanken an eine Solaranlage als Altersvorsorge kommt auch zum Tragen, dass die Anlagen extrem wartungsarm sind. As einziges Verschleißteil benennen die Experten den Spannungs- bzw. Frequenzwandler, der für die Einspeisung ins öffentliche Netz unverzichtbar ist.
Wer die derzeitigen Förderungen in vollem Umfang ausschöpfen möchte, der sollte schnell handeln. Passt dann der Termin der Amortisation mit dem geplanten Renteneintritt nicht zusammen, kann man die erzielten Einnahmen auch in ein gutes Festgeld packen oder andere sichere Sparformen nutzen. Wissen muss man jedoch, dass die aus der Solaranlage erzielten Entgelte Einkommen im Sinne des Einkommenssteuergesetzes darstellen und versteuert werden müssen. Außerdem werden diese Einnahmen auf diverse soziale Leistungen angerechnet und führen zu einer Kürzung der zu erlangenden Leistungen um die durchschnittlich pro Monat erzielten Entgelte.