Versicherungen
Wie wirkt sich der Zinseszinseffekt bei Geldanlagen aus?
Von einem Zinseszinseffekt wird immer dann gesprochen, wenn man die Guthabenzinsen aus einer Geldanlage darin belässt und sie nach Gutschrift bei den darauf folgenden Zeiträumen mit verzinst werden. Auch bei Kapital bildenden Versicherungen gibt es solche Möglichkeiten. Dort kann man sich für eine Erhöhung der erzielbaren Ablaufleistung entscheiden oder die Zinsgutschriften nutzen, um einen niedrigeren monatlichen Beitrag erzielen zu können.
Dabei sollte man den kleinen, aber entscheidenden Unterschied zwischen der garantierten und erzielbaren Ablaufleistung kennen. Bei der erzielbaren Ablaufleistung handelt es sich immer nur um einen hochgerechneten Wertzuwachs, der angesichts der aktuellen Renditeprognosen eintreten könnte. Die garantierte Ablaufleistung stellt den Wert dar, den der Vertragspartner auf jeden Fall zahlen muss, gleichgültig ob es sich um eine Sparanlage bei einer Bank oder die Leistung aus einer Versicherung handelt. Kurz gesagt, auf die garantierte Ablaufleistung besteht ein Rechtsanspruch, auf die erzielbare Ablaufleistung dagegen nicht.
Auch steuerlich kann man mit dem Zinseszinseffekt einige Vorteile erzielen. Werden sie in kurzen Abständen gutgeschrieben, müssen sie auch sofort über die Abgeltungssteuer mit verrechnet werden. Hier sind längere Zeitabstände für die Gutschriften sinnvoller, weil man damit das Geld noch für sich arbeiten lassen kann. Hinzu kommt, dass die in größeren Zeitabständen erfolgenden Zinsgutschriften von den Banken bei diversen Geldanlagen häufig mit einem leicht erhöhten Zinssatz auf das vorhandene Guthaben belohnt werden.