Die Vorteile einer Prepaid Kreditkarte

 

Immer öfter bekommt man neuerdings den Begriff Prepaid Kreditkarte zu hören. Sie ist auf dem Vormarsch, weil sich damit eine komplette Kontrolle der Umsätze erzielen lässt. Die Bezeichnung Prepaid stammt aus dem englischen Sprachgebrauch und setzt sich zusammen aus „pre“, was vorher bedeutet, und „paid“, was auf Deutsch bezahlt heißt. Man muss also die mit der Kreditkarte zu tätigenden Umsätze vorher bezahlen. Doch wie wird das in Praxis realisiert?

 

Das Funktionsprinzip einer Prepaid Kreditkarte ist jedem bekannt, der schon einmal eine Prepaid SIM Karte für sein Handy besessen hat. Dort heißt es, aufladen und telefonieren oder simsen. Bei der Kreditkarte läuft es genau identisch ab. Guthaben auf die Karte aufladen und dann damit bezahlen. Dabei wird das Guthaben, das auf die Karte gebucht wird, sofort von dem Girokonto abgebucht, das im Kreditkartenvertrag als Verrechnungskonto angegeben worden ist. Ist es komplett verbraucht worden, ist eine Bezahlung mit der Prepaid Kreditkarte nicht mehr möglich.

 

Während sich für den nutzenden Kunden der Vorteil der vollen Umsatzkontrolle ergibt, genießt die Bank das Wissen, dass sie hierbei kein Risiko eingeht, durch ungedeckte Konten auf den Umsätzen sitzen zu bleiben. Das führt in der Praxis dazu, dass die Prepaid Kreditkarten auch an Kunden mit einer schlechten Bonität ausgegeben werden können. Damit eröffnet man auch ihnen die Möglichkeit der bargeldlosen und unkomplizierten Bezahlung von Einkäufen.

 

Ohne diese ist beispielsweise kaum noch ein Einkauf bei einem Online Händler möglich, weil diese vor allem bei Neukunden nur noch in ganz seltenen Fällen bereit sind, von Beginn an einen Rechnungsstatus einzuräumen. Da der Kaufpreis in der Regel sofort auf dem Händlerkonto gut geschrieben wird, verkürzt das auf Seiten des Kunden auch die Wartezeit für die bestellten Waren, die sich bei einer Überweisung des Preises allein schon auf Grund der in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der meisten Banken bis zu fünf Arbeitstagen betragen kann.

 Darüber hinaus bietet sich die Prepaid Kreditkarte auch zum Einsatz bei Kindern und Jugendlichen an. Sie können immer nur über das Guthaben verfügen, das auf die Karte aufgeladen ist. Als Minderjährige benötigen sie laut ihrem Konto- bzw. Kreditkartenvertrag für die Aufladung der Kreditkarte aus dem auf dem Girokonto vorhandenen Guthaben immer die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten. So kann man als Elternteil immer kontrollieren, wie viel Geld Sohn oder Tochter innerhalb eines bestimmten Zeitraumes ausgegeben hat und ausgeben darf.