Der neueste Trend beim Tagesgeld

 

Es gab innerhalb der letzten beiden Jahre durchaus Zeiten, in denen das Tagesgeld wesentlich lukrativer als heute war. Zeitweise konnte man hier Zinsen von bis zu vier Prozent verbuchen. Heute liegt der Durchschnitt sehr weit darunter. Ursache für die hohen Zinsen war der durch die Finanzkrise entstandene akute Bedarf der Banken an liquiden Mitteln, der sich auch beim Festgeld bemerkbar machte, das streckenweise schon mit einem Anlagezeitraum von einer Woche zu haben war.

 

Auch das geht jetzt nicht mehr, auch die Zahl der Angebote mit einem Anlagezeitraum von drei Monate hat deutlich nachgelassen. Man bekommt als Neukunde auch kaum noch eine Garantie für die Zinsen. Noch im Herbst 2009 lockte man die Neukunden mit garantierten Zinsen auf das Tagesgeld, wobei die Garantien durchaus auch bis zu Zeiträumen von einem halben Jahr abgegeben worden sind. Heute weisen die klassischen Tagesgeldangebote solche Garantien nicht mehr auf.

 

Doch woran liegt das? Die Banken haben derzeit einen erhöhten Bedarf an planbaren Geldern, was ja beim Tagesgeld nicht der Fall ist, weil der Kunde täglich auch ohne Vorankündigung darüber verfügen kann. Dennoch ist das Tagesgeld für den Kunden noch immer lukrativ, weil es besser ist, sein Geld auch kurzzeitig dorthin zu buchen, als es auf dem Girokonto liegen zu lassen, wo man überhaupt keine Verszinsung für sein Guthaben bekommt. Ausnahmen bestätigen bei den aktuellen Angeboten die Regel.

 

Neu ist auch, dass es beim Tagesgeld nur noch bei einer Handvoll Anbieter eine Höchstsumme der möglichen Anlage gibt. Auch dieses Bild präsentierte sich im Herbst 2009 noch ganz anders. Dort waren Höchstbeträge bei den möglichen Anlagesummen fast durchweg bei allen Anbietern zu finden. Damit wollte man sich von Seiten der anbietenden Banken ein Stück weit Sicherheit verschaffen.

 

Diese Tendenzen zeigen, dass die Banken durchweg auf einem guten Weg zu einer Stabilisierung sind. Sie sind nicht mehr so dringend zur Erhaltung ihrer Liquidität auch auf die kurzfristigen Anlagen der Kunden angewiesen, sondern haben wieder einiges an Reserven aufbauen können. Das spürt man auch daran, dass die Kreditangebote wieder deutlich günstiger geworden sind, als sie noch vor einem halben Jahr gewesen sind.

 Dafür kann man andere Boni mitnehmen, wenn man als Neukunde ein Tagesgeldkonto anlegt. Einige Anbieter haben wieder damit begonnen, die Neukundenakquise damit anzukurbeln, dass sie ein Begrüßungsgeld in Form eines Startguthabens zahlen. Teilweise gelten diese Angebote nur wenige Tage, an anderer Stelle sind sie als längerfristiges Werbemittel angelegt.
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