Versicherungen
Währungsspekulation mit Aktien?
Der rapide Kursverfall des Euro gegenüber dem US-Dollar hat nicht nur Auswirkungen auf Unternehmensgewinne. Auch der Anleger kann davon betroffen sein, wenn sich die Währungskurse so schnell ändern.
Bei einem Kurs von 1,45 US-$ konnte man für 10.000 € US-Aktien im Wert von 14.500 US-$ kaufen. Würde man diese bei einem Kurs von 1,20 US-$ wieder verkaufen, erhielte man über 12.000 € zurück, Spesen nicht berücksichtigt. Das wäre doch ein gutes Geschäft?
Solche extremen Situationen sind aber gerade bei den Leitwährungen Dollar und Euro sehr selten. Meist sind die Schwankungen sehr viel geringer und unter dem Gesichtspunkt, dass Auslands-anlagen in der Regel höhere Kosten verursachen, zu vernachlässigen. Eine Spekulation ist zwar nicht ausgeschlossen. Doch sind die kurzfristigen Schwankungen der Aktien meist höher als die durch Währungsschwankungen indizierten Preisänderungen. Daher lohnt sich die Spekulation auf Währungskursgewinne mit Aktien nur selten.
Wer sehr langfristig anlegt, kann die Währungsschwankungen vernachlässigen. Allerdings hätte er die Chance, in so einem Szenario wie in den letzten Monaten eine Auslandsanlage mit Gewinn aufzulösen. Ob sich allerdings die Gelegenheit zu einer erneuten Anlage bei einem höheren Dollarkurs bietet? Durch die Finanzschwierigkeiten verschiedener Länder der Euro-Zone hat der Euro an den Finanzmärkten viel an Image verloren, das jetzt wieder dem Dollar zugute kommt. Es ist daher gut möglich, dass das frühere Kursniveau in absehbarer Zeit nicht mehr erreicht wird.

